Leben, wohnen und arbeiten mit 'Mmmh-Faktor'

Hm, wie gut das riecht! Morgens duftet der Kaffee, ein letztes Räkeln unter der Bettdecke und ´raus gehts. Macht eigentlich der Geruch allein schon munter? Ortswechsel: Frischer Flieder auf dem Wohnzimmertisch, ein Anblick mit Mmmh-Faktor: Was könnte schließlich die Schmetterlinge im Bauch besser aufscheuchen? Die Nachbarin ist da ganz anderer Ansicht, bloß nicht, viel zu schwer und süß, absolut unerträglich dieser Geruch. Düfte wirken auf jeden Menschen anders, was den einen freut empfindet der andere als ungenehme Geruchsbelästigung.
Bei allen unterschiedlichen Wirkungsgraden steht fest: Düfte können die Konzentration deutlich verbessern, entspannen und anregen, inspirieren und verführen, erfrischen, wohl tun, beruhigen, Atmosphäre reinigen, Erinnerungen wecken oder gar Glücksgefühle aufkommen lassen.
Nicht umsonst sind Düfte Elemente magischer Rituale. Doch was in Europa so geheimnisvoll und unerklärlich wirkt, ist im fernen Osten seit Jahrhunderten selbstverständlich. Welcher Duft in einem Raum eingesetzt wird, hängt von den Menschen ab, die dort wohnen und leben, sagt Margarete Gold aus Würzburg.

Die Vorsitzende des Berufsverbandes für Feng Shui und Geomantie rät zu naturreinen ätherischen Ölen. Wer ein Zimmer betritt, wird von Duft beeinflusst und im günstigsten Fall positiv empfangen und gestimmt. Was für Farben und Formen gilt, hat auch in der Lehre vom Leben in Harmonie mit der Umgebung seine Regel: Nur nichts überfrachten, sondern auf das Wesentliche reduzieren.
Die Antwort auf die Frage nach der Intensität erstaunt dennoch: "Dezent und sparsam eingesetzt, entfalten Düfte ihre optimale Wirkung auf den Menschen. Am besten, wenn man sie gar nicht riecht." Dort, wo sich die meisten Leute aufhalten soll die Duftquelle stehen, das kann das Wohn- oder Arbeitszimmer sein, der Platz am Computer oder auf dem Beistelltisch neben dem Lieblingssessel."
Fotos: dpa
